„Farmstay“ ist zusammen gesetzt aus „farm“ (engl. für „Bauernhof“) und „stay“ („Aufenthalt“) – und genau darum geht es: Bei einem Farmstay lebt man eine Zeit lang auf einer Farm und arbeitet auf ebendieser. Ein fremdes Land mit seinen Menschen, seiner Kultur und seiner Sprache aus nächster Nähe und fernab der überlaufenen Touristenzentren kennenlernen – das ermöglicht ein Farmstay. Hier wird man aktiv in das tägliche Farmleben einbezogen, hilft zum Teil bei der täglich anfallenden Farmarbeit und ist für die Zeit des Farmstays ein Teil der Gastfamilie. Wenn du zunächst herausfinden willst, ob Farmarbeit eine interessante Option für „Working Holidays“ ist, könnte ein kürzerer Farmstay genau das Richtige für dich sein.

Typische Farmstay-Tätigkeiten

Ähnlich wie bei der normalen Farmarbeit gliedern sich die Aufgabenbereiche in

  • Tierpflege
  • Erntejobs
  • technische Tätigkeiten (Wartung, Instandhaltung von Geräten etc.)

Bei vielen Farmstays steht die Arbeit mit Tieren im Mittelpunkt. Für Pferdefreunde sind natürlich die Pferderanches in den USA und Kanada ein Highlight. Dabei haben Rinder-Ranches ebenso ihren Reiz wie exotische Working Holidays, z.B. der Aufenthalt auf einer Lama-Farm in Kanada. Die klassischen Ziele für einen Farmstay-Auslandsaufenthalt liegen vor allem in den USA und Kanada auf Farms und Ranches, in Südamerika (Argentinien, Chile, Ecuador) sowie in Australien und Neuseeland. Es gibt allerdings auch schöne und beliebte Ziele in Europa, hier sind vor allem Irland und Norwegen zu nennen. Eher selten werden Farmstays in Afrika oder Asien gemacht, wobei Rancharbeit wie WWOOFen dort gerade zum Hype wird.

Sprachkenntnisse

Bei vielen Farmstay-Programmen sind grundlegende Kenntnisse in der jeweiligen Landessprache eine Voraussetzung für die Teilnahme oder einfach aus praktischen Gesichtspunkten sinnvoll. Sollten diese nicht vorhanden sein, besteht meistens die Möglichkeit, vorab oder begleitend einen Sprachkurs zu absolvieren. So viel Spaß es auch macht, fremde Länder zu erkunden, es gibt auch die Möglichkeit, in Deutschland Aktivurlaub auf einem Bauernhof zu machen. Besonders für Familien ist dies eine super Sache: die Eltern entspannen, helfen auf der Farm mit und die Kinder können sich richtig austoben. Im Idealfall wissen diese danach, dass die Milch nicht aus dem Supermarkt, sondern von Kühen kommt und dass Kühe nicht lila sind!

Alternative: Farmurlaub

Wem es weniger darum geht, aktiv zu sein und wer einfach nur die Ruhe auf dem Land genießen möchte, kann sich für einen Wellness-Urlaub auf dem Land entscheiden. Nach Heu-Bädern und der guten, sauerstoffreichen Landluft fühlt man sich wie ein ganz neuer Mensch!
Mehr Infos zum Urlaub auf dem Bauernhof gibt’s hier.

Mindestalter: in der Regel 18 Jahre

Aufenthaltsdauer: eigene Entscheidung; als empfehlenswert haben sich wegen der Eingewöhnungszeit vier bis sechs Wochen herausgestellt (Visums-Bedin- gungen beachten!).

Arbeitszeit: in Absprache mit der Farm einige Stunden am Tag.

Tätigkeiten: z. B. leichte Stallarbeiten (Heu machen), Pferdepflege, Versorgung/Betreuung der Tiere, Ernte und Weiterverarbeitung von Getreide/Obst und Gemüse, Gartenarbeiten (Jäten), allgemeine Arbeiten rund um Haus und Hof (z.B. Reparaturarbeiten) – je nach Farm, eigenem Interesse/Kenntnissen und Zeitraum

Anmeldung: Am besten vor der Anreise abklären, ob auf der Farm Arbeitskräfte gebraucht werden.

Besonderheiten: Die Art der Arbeit wird dir besondere Flexibilität abverlangen: Abhängig von Wetter und Saison variieren die Arbeitszeiten. Für Farmarbeit solltest du in guter körperlicher Verfassung sein. Für die Arbeit mit Pferden musst du oft deine eigene Reitkleidung besitzen.